Geschichte

Geschichte der Hockeysektion des Post SV
  Geschichte des Hockeysports
  Hier entsteht das 1. virtuelle Hockeymuseum

Geschichte des Hockeysports

Die Wurzeln:

Was ist Feldhockey, Feldhockey ist das älteste Schläger- Ballspiel der Welt. Wann und wo kann man den Beginn von Hockey ansetzen, die Antworten auf diese Fragen werden wahrscheinlich nie genau geklärt werden können. Es gibt Darstellungen von Menschen über die Teilnahme an „hockeyähnlichen“ Aktivitäten die viele tausend Jahre zurückreichen, jedoch gibt es Zweifel ob es sich bei allen Szenen wirklich um „Hockeyszenen“ handelt.

data/postsvwien/INTERN/Homepage Bilder/ANTIKE.JPG   Die älteste Darstellung, von der man derzeit annimmt, es handle sich um Hockeyspiel, ist die Tafel aus einem Grabmal in Beni Hassan im Niltal (ca. 4000 v. Chr.). Aus der gleichen Zeit gibt es aber auch Belege von Schläger- und Ballspielen in China, Persien und bei den Azteken. Dabei ging es aber auch darum, nicht nur den Ball zu spielen, sondern auch den Gegner kampfunfähig zu machen.

Die Entwicklung in Europa:

In Europa gab es jede Menge Vorläufer und Namen des modernen Hockeyspiels. Crosse, Hoquet, Hurling, Shinty, Bandy, Cammag , etc…

Im 12 Jahrhundert erfreute sich im Gebiet des heutigen Frankreich eine Art Treibballspiel „Crosse“ oder „Hoquet“, (bedeutet Schäferstock) einiger Beliebtheit. Von „Hoquet“ dürfte sich das englische Wort Hockey abgeleitet haben.

Im Gebiet des heutigen Irland wurde „Hurling“ gespielt, in Schottland abgewandelt als „Shinty“ bekannt, in Wales und England „Bandy“, Cammag auf der Isle of Man. Hurling wurde zum Beispiel wieder von gälischen Siedlern die in der Antike ins heutige Irland eingewandert sind mitgebracht, womit sich auch wieder der Kreis zu den Formen, die sich am europäischen Festland  entwickelt haben schließt. All diesen Spielen ist gemeinsam, dass zwei Mannschaften in einem abgesteckten Feld einen Ball in das Tor, den Kreis, oder Loch des Gegners befördern mussten. Mehr Regeln gab es nicht und trotz des rauen Charakters und seiner Härte wurde u.a. „Crosse“ auch in Klöstern gespielt.

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Was im Mittelalter recht brutal begonnen hatte, wurde im 19 Jahrhundert in England zum modernen Hockeysport kultiviert.

1852 - Ältestes schriftlich erhaltenes Hockeyregelwerk: Die „Rules of Harrow“ enthielten elf Paragraphen, zum Beispiel über Spielfeldbeschaffenheit, Kleidung, Spielerzahl (30 pro Team), Schlägerlänge, hoher Stock, Verbot des Beinstellens etc.

1861 - Im Süden Londons wurde der erste Hockeyclub (Blackheat Football and Hockeyclub) gegründet. Man spielte auf einem offenen Gelände mit grob geschnitzten Holzschlägern. Zu damaliger Zeit kam man weitgehend ohne taktische Angriff- und Abwehraufgaben aus. Da Hockey damals nicht als Kampfspiel gesehen wurde, war es auch möglich dass Frauen den Sport ausüben dürften. Bald galt Hockey als „Damensport“.

1875 - Durch einen weiteren Londoner Club (Teddington) wurden die Regeln standardisiert und modernisiert, als wichtigste Neuerung wurde der Schußkreis eingeführt.

1886 - Gründung des ersten Hockeyverbandes: England Hockey Asociation (EHA).

In den folgenden Jahren wurde Hockey durch die brittische Armee in Indien, Pakistan und Australien verbreitet.

1901 - Hockey wurde durch den Sportlehrer Applebee an der Harvard Universität (USA) vorgestellt.

1908 - Hockey wurde erstmals olympisch (Herren) – nicht zuletzt deshalb, weil die Weltspiele in London zu Gast waren. Vier der sechs Teams kamen von der Insel, die beiden anderen aus Deutschland und Frankreich. Die Gäste sind chancenlos – es triumphiert England, auch gegenüber der britischen Konkurrent.

1924 - Während der Olympischen Spiele in Paris wurde der Welthockeverband FIH („Fédération Internationale de Hockey“) gegründet.

1927 - Gründung des Internationalen Frauenhockeyverbandes „International Federation of Women's Hockey Associations“ (IFWHA).

1928 - Bei den Olympischen Spielen in Amsterdam wurde Hockey zum fixen Bestandteil der Spiele.

1950 - Hallenhockey wurde erfunden. Eigentlich nur zur Überbrückung der Wintersaison vorgesehen, wurde es zu einem fixen Bestandteil der Sportart. Hallenhockey verbreitete sich hauptsächlich im mitteleuropäischen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich). Mit der Ausrichtung von Weltmeisterschaften wurde Hallenhockey auch in anderen Ländern populär.

1969 - Gründung des europäischen Hockeyverbandes (FEH=Fédération Européenne de Hockey).

Die größte Umwälzung im Hockey fand in den 70er Jahren statt. Der Charakter des Spiels ändert sich, die Anforderungen an Spieler und Material wurden drastisch in die Höhe geschraubt, das Spiel wurde ein anderes. Ablösung des Natur- durch den Kunstrasen.

1976 - Kampong Utrecht weihte den ersten Kunstrasen Hollands ein. In Limburg entstand fast zeitgleich die erste synthetische Spielfläche in Deutschland.

1980 – Premiere für Damenhockey bei den Olympischen Spielen von Moskau. Es war auch das bisher einzige Mal, dass ein österreichisches Damenhockeyteam bei den Olympischen Spielen teilnahm. Die Herren vertraten Österreich bereits 1948 und 1952.

1983 - Die beiden Weltverbände (Damen & Herren) wurden zu einem einzigen verschmolzen – der “Federation International Hockey“ kurz FIH genannt.

1984 - In Los Angeles gewann Pakistan auf Kunstrasen gegen die Deutschen in der Verlängerung.

In den 90er Jahren brachte Fernando Ferrara eine in Europa bisher unbekannte Technik aus seiner argentinischen Heimat nach Italien mit. Dort war der Nationalspieler bei Cernusco in Mailand unter Vertrag. Es handelte sich um eine neue Art, die Rückhand zu schlagen. Aus einer sehr tiefen Körperposition schlug er den Ball mit der Kante des Schlägerschaftes und beschleunigt seine Torschüsse so phänomenal, dass sich diese Technik in Windeseile verbreitete. Die „argentinische Rückhand “ war geboren.

1996 - Die bis dahin gültige Abseitsregel (gleiche Regel wie beim Fußball) wurde abgeschafft und somit das Hockey wesentlich moderner sowie schneller - und auch einfacher, da die Abseitsregel bis heute auch im Fußball nicht leicht zu erklären ist.

Die Holzschläger wurden mittlerweile durch solche aus Kunststoff ersetzt.

Immer mehr offizielle Turniere wurden veranstaltet. Und so gibt es neben den Olympischen Spielen auch Weltmeisterschaften, Kontinentalmeisterschaften (Europameisterschaften) sowie Klubmeisterschaften (Europacupbewerbe) der Meisterteams und der Cupsiegerteams in verschiedenen Abstufungen, je nach Leistungsklasse. Im Hockey ist es üblich, solche Events in Turnierform auszuspielen, um sich die ständigen weiten Reisen zu ersparen.